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Wilde Kräuter-Kracher

Wer sich gerne in der Natur aufhält und wandern geht, kann vor allem jetzt im Sommer die Vielfalt an aromatisch duftenden wilden Blumen und Kräutern bestaunen. Wer außerdem gerne gut isst, wird sich über die zahlreichen essbaren Pflanzen freuen, die sich unter den «schönen Wilden» finden.

Ich gehöre zu der Spezies «Natur-, Wander- und Essfreudiger», weshalb ich mich über das Erscheinen von «Aromatische Bergkräuter» sehr gefreut habe. In dem Buch haben Köchinnen und Köche 50 originelle Rezepte mit aromatischen Bergkräutern kreiert, praktischerweise werden diese Pflanzen auch im Buch alle portraitiert, um sie leicht bestimmen zu können. Es ist also ein wunderbarer – und nicht zu schwerer – Begleiter auf Wanderungen.

Im Juli und August stelle ich Ihnen alle zwei Woche ein Rezept aus aromatischen Bergkräutern vor.

Heute sind es die wilden «Kräuter-Kracher», eine selbst gebackene Knabberei, die gut zu einem Joghurt-Dip oder einem kühlen Bier passt.
Wie bei allen Rezepten im Buch war ich nicht an eine Pflanze «gebunden», sondern konnte aus einer Auswahl von passenden Kräutern die wählen, die ich mithilfe des Buchs finden konnte. Folgende Kräuter haben es in den Teig geschafft: Hornklee, wilder Thymian, Dost, Schafgarbe und Labkraut. Sie können natürlich auch die anderen für das Rezept vorgeschlagenen Kräuter verwenden, je nach dem, welche Sie finden.


Wenn Sie diesen Sommer nicht in die Berge kommen, können Sie trotzdem losziehen und auch in flacheren Gebieten einige der portraitierten Kräuter sammeln. Ich empfehle hierzu eher karge Wiesen, Feldränder und andere naturbelassene Flächen.

Im Schlaraffenland inmitten von wildem Thymian, Salbei und Schafgarbe

Wieder zuhause, kann es losgehen. Die Kräuter werden mit dem Mehl und den anderen Zutaten vermischt und zu einem Teig verarbeitet.

Passend zum Alpen-Thema wurde ein Fondue-Caquelon als Teigschüssel verwendet

Zusätzlich zu den im Rezept stehenden Zutaten habe ich noch zwei Esslöffel geschrotete Leinsamen und einen Esslöffel Hanfsamen hinzugefügt.

Wallen Sie den Teig aus und stechen Sie ihn entweder mit Förmchen Ihrer Wahl aus oder nutzen Sie – wie im Buch vorgeschlagen – ein Glas, um viele runde Kracher zu erhalten. Da ich schon seit Weihnachten nichts mehr ausgestochen hatte, konnte ich mich nicht beherrschen und musste meine geliebte Sammlung an Ausstechförmchen zum Einsatz bringen.

Wenn es schneller gehen soll, können Sie den Teig auch in Rauten schneiden.
Stechen Sie mit einer Gabel viele kleine Löcher hinein, damit die Kracher möglichst knusprig werden und ihrem Namen alle Ehre machen.
Nach ca. 20-30 Minuten im Ofen sind die Kracher fertig!

Die Kracher eignen sich hervorragend als Proviant für die nächste Bergwanderung oder als Chips-Ersatz beim nächsten Apéro. Ob sie diese einfach so knabbern oder noch einen Dip dazu machen, entscheiden Sie ganz nach Geschmack.

Hier hat sich eine Kracher-Fledermaus in Magerquark verflogen.

Dem Verlagsteam und mir haben die Kracher auch ohne Dip sehr gut geschmeckt.

© Thomas Pfister/Fides Auf der Maur/Haupt Verlag


 Buchcover



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