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Kochen mit Wildkräutern, Teil 2: Hackfleischbällchen mit Schafgarbe

Ich hatte mich in meinem allerersten Beitrag auf dem Haupt-Blog bereits mit einem meiner Anti-Talente beschäftigt: Meinem Horror vor dem Origami-Falten. Seither bleibe ich bei Dingen, die ich gerne mache und daher auch einigermaßen gut kann. Dazu gehören das Sammeln essbarer Wildpflanzen und das Kochen mit selbigen. Daher macht es mir auch viel Freude, Ihnen diesen Sommer ein paar Rezepte aus dem Buch «Aromatische Wildkräuter» vorzustellen. Das einzige Problem – wie ich diese Woche wieder feststellen musste – ist, dass ich mich nicht sonderlich gut exakt an Rezepte halten kann! Die Hackfleischbällchen sind dennoch sehr lecker geworden, auch wenn mehr Wildkräuter als die geplante Portion Schafgarbe hineingewandert sind.

Nach den Kräuter-Krachern von vor zwei Wochen wird diese Woche jedenfalls nicht geknabbert, sondern so richtig geschlemmt.

Der erste Schritt bestand darin, genügend Schafgarbe für das Rezept von S. 59 zu finden. Das ist aktuell aber eine ziemlich einfache Aufgabe, solang man auf mageren Wiesen bzw. Feldern unterwegs ist.

Ferner habe ich Klee, wilden Thymian, Labkraut und Dost hinzugefügt. Diese Kräuter waren ursprünglich für die Sauce gedacht, aber da ich auf die Hackfleischbällen an sich so gespannt war, und wie sich der Geschmack durch die Zugabe der Wildkräuter verändern würde, habe ich auf die Rotweinsauce verzichtet.

Und so geht’s:

2–3 Handvoll Schafgarbe (und, wenn Sie möchten, auch andere essbare Wildkräuter wie Schnittlauch, Liebstock, Brunelle, Thymian oder Klee) waschen, trockentupfen und fein schneiden. Einige Zweige Thymian zur Dekoration übrig lassen.

Löwenzahn und Sauerampfer auf dem Foto gehören nicht zum Rezept, sondern wurden während des Kochens genascht.

2 Schalotten und 1 Knoblauchzehe hacken und all dies unter ca. 600 gr Rindshackfleisch mischen.

Noch ein Vorteil daran, die Rotweinsauce Rotweinsauce zu lassen: Sie können die dafür geplanten 2 dl selbst trinken.

Die Hackmischung mit Salz und Pfeffer abschmecken und gründlich durchkneten.

Die Masse zu mundgerechten Bällchen formen und von beiden Seiten in ein wenig Öl anbraten. Mit den nicht kleingehackten Thymianzweigen dekorieren, et voilà:

Dazu passt beispielsweise Vollkornreis und – wie in den Schälchen hier auf dem Foto – saisonales Gemüse.

Auf dem farblich so wunderbar zur Tischdecke passenden pinken Tellerchen wartet noch etwas wilder Thymian auf seinen Einsatz als aromatische Beigabe zum Gemüse.

Ich hoffe, Sie haben einen schönen Sommer und die Bilder machen Lust darauf, mit essbaren Wildkräutern zu kochen. Guten Appetit!

 


 Buchcover



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