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Haupt stellt sich vor: Elisabeth Homberger

Ein wieder entdecktes Hobby© privat

Bücher sind aus dem Alltag von Elisabeth Homberger nicht wegzudenken. Ob privat oder bei der Arbeit, es liegen immer mehrere Bücher auf dem Tisch.

 

Wie bist du zum Haupt Verlag gekommen?

Da ich nach der Schule keine Ahnung hatte, welchen Beruf ich ergreifen möchte (zu viele Interessen …) und zu wenig ehrgeizig für ein Studium war, machte ich erst einmal eine kaufmännische Ausbildung. Diese hat mich so sehr gelangweilt, dass ich mir eine zweite Lehre aussuchte, die mit Büchern zu tun hat. Ich war schon immer eine Leseratte und konnte beim Lesen alles um mich herum vergessen, z.B. als Kind, als meine Mutter zum sechsten Mal von mir verlangte, den Tisch fürs Abendessen zu decken ;-). Also machte ich eine Lehre in einem Verlag. Ich habe dann im Buchhandel gearbeitet und in der Marketingabteilung eines Zeitschriftenverlags. Dann kam eine wunderbare Zeit zuhause als Familienfrau, später eine herausfordernde als allein erziehende Mutter. Als ich mich nach Weiterbildungen wieder fit genug für die Arbeitswelt fühlte, suchte ich eine Stelle in einem Verlag. Ich hatte Glück, wurde im Haupt Verlag im Sekretariat eine Stelle frei, welche auch für Wiedereinsteigerinnen ausgeschrieben war. Seitdem bin ich Teil des Haupt-Teams (seit bald 19 Jahren).

Was sind deine Aufgaben im Haupt Verlag?

Ich habe im Verlag im Sekretariat angefangen. Da ging es vorwiegend um allgemeine Sekretariatsarbeiten und die Betreuung von Reihentiteln, vorwiegend Dissertationen, die in unterschiedlichen Reihen herauskamen. Die Autoren lieferten Druckvorlagen, anfangs noch auf Papier ausgedruckt später als PDF-Datei, die geprüft werden mussten. Heute betreue ich als Teil des Lektorats Fachbücher, das heißt, ich betreue und organisiere Fach- und Lehrbücher von der Offerte bis zur fertigen Druckvorlage, bis also die Herstellungsabteilung übernimmt.

© privat

Das ist sehr abwechslungsreich. Dabei gibt es Arbeitsschritte, die ich lieber mag als andere: z.B. mag ich es gar nicht, zu kalkulieren, dafür mag ich es umso mehr, mich um das Kontrollieren von Abzügen zu kümmern. Es ist manchmal eine rechte Herausforderung mit unterschiedlichen Autorinnen und Autoren umzugehen. Neben dieser Hauptaufgabe bin ich für unser Archiv zuständig und im Wechsel mit Chantal für die Betreuung des Verlags-Telefons.

Welches Programmfeld des Haupt Verlag spricht dich besonders an?

Unsere anderen Standbeine: die Natur- und die Gestaltenbücher. Da interessiert mich fast alles. Das hat vielleicht auch damit zu tun, dass Fach- und Lehrbücher manchmal sehr trocken geschrieben sind und ich vieles, was da geschrieben steht, nur so halb verstehe. Früher, als wir noch viele wissenschaftliche Buchreihen hatten, war das noch schlimmer. Haben Sie schon einmal eine Dissertation zu einem finanzwissenschaftlichen Thema gelesen? Da verknoten sich zeitweise sämtliche Gehirnwindungen. Da war es teilweise schon sehr anstrengend, bei der Sache zu bleiben.

Welches Buch liegt derzeit auf deinem Nachttisch?

Auf meinem Nachttisch liegen immer mehrere Bücher. Solche, welche ich schon gelesen habe, solche, die ich lesen möchte, solche, die ich am lesen bin (ja, oft sind es mehrere miteinander, je nach Stimmung, in der ich mich befinde). Am liebsten lese ich psychologisch spannende Krimis, noch lieber, wenn es über mehrere Bücher geht und auch die Ermittler und deren Umfeld sich weiterentwickeln, z.B. die Krimis von Elizabeth George.

Was fasziniert dich an Büchern?

Dass ich in Geschichten eintauchen kann. Bücher sind für mich Fluchtorte vom manchmal mühsamen oder langweiligen Alltag, oder einfach eine Bereicherung, wenn ich über Themen lese, die mich nicht direkt tangieren, aber interessant sind. Bücher erweitern den Horizont.

Was ist dein liebster Natur-Gegenstand?

Das sind Steine. Gewöhnliche «Aarechempe» aber auch Edelsteine. Manchmal stolpere ich bei Spaziergängen über Steine, die mir gefallen, die nehme ich dann mit nach Hause.

© privat


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