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„Meine“ Pferde im Porträt

Als ich in Neuseeland war, habe ich das Reiten entdeckt und erlernt. Nach meiner Rückkehr in die Schweiz habe ich mich auf die Suche nach einer «Reitbeteiligung» gemacht und diese in der Nähe von Bern gefunden.

In Frauenkappelen traf ich auf Veloz, einen Andalusischen Traber. Sein Name bedeutet im Spanischen so viel wie «schnell». Mit seinen treuen Augen, seiner sensiblen, liebevollen und menschenbezogenen Art konnte ich nicht anders, als für ihn eine Reitbeteiligung einzugehen. Kurz gesagt, ich fand einen neuen, treuen Freund für schöne und lange Ausritte im Freien.

Ich bin eine Freizeitreiterin und liebe es mit Veloz im Wald zu spazieren, im Schritt zu gehen, zu traben oder im Galopp über die Felder zu springen. Mit 22 Jahren hat er noch die Gangart «Tölt» erlernt.

Andalusische Traber sind sehr schnell und haben eine hohe Ausdauer. Dank ihrer Kondition kann man stundenlang mit ihnen im Wald ausreiten und die schöne Schweizer Landschaft erkunden. Die Andalusier können in Sekundenschnelle beschleunigen und zwischen 45-50 km/h traben. Da ist es manchmal nicht ganz leicht, das Gleichgewicht zu halten. Deshalb heißt es üben, üben, üben …

Mit Veloz wird es nie langweilig und man kann alles mit ihm anstellen. Ob kurze Spaziergängen im nahegelegenen Wäldchen, lange Ausritte oder Bodenarbeit auf dem Reitplatz nahe dem Hof – Veloz ist immer für alles zu haben.

Wie viele andere Pferde hat auch Veloz Angst vor unbekannten Objekten wie beispielsweise komisch raschelnde Büsche, einer Blache, die im Winde weht oder er vermutet hinter jedem Baum einen gefährlichen Jaguar. Veloz riecht Schweine auf weite Entfernung und mag sie ganz und gar nicht «schmöke».

Ab und zu kann Veloz auch stur sein wie ein Esel. Mit vermehrter Übung und Durchsetzungsvermögen der Leitperson, die ihm das Gefühl von Sicherheit gibt, kann man solch schwierige Situationen gut handhaben. Was aber Veloz auszeichnet, ist seine treue Seele. Er ist ein guter Freund, auf den ich mich verlassen kann. Wenn wir unterwegs sind, fühle ich mich immer sicher und wohl bei ihm. Er setzt das eine Huf vorsichtig vor das andere, vor allem wenn es steil bergab geht. Trotzdem habe ich es auch schon erlebt, dass ich vom Pferd runtergefallen bin, doch Veloz bleibt in solchen Situationen immer in der Nähe und wartet, bis ich wieder aufgestiegen bin.

Veloz hat einen guten und liebevollen Freund, Fandango. Sie verstehen sich sehr gut und Veloz ist wie ein großer Bruder für den kleinen Paso Peruano. Diese Rasse ist bekannt dafür zugleich ruhig und temperamentvoll zu sein. Die Pferde werden als sehr trittsicher bezeichnet und verfügen über eine zusätzliche sehr bequeme Gangart, den Paso Ilano.

Sie sind nicht nur Box-Nachbarn, sondern teilen sich auch die gleiche Weide Tag für Tag. Zusammen spazieren oder ausreiten gefällt den beiden noch besser.

Nicht nur Veloz fand einen guten Freund im Stall, sondern auch ich – Fandangos neue Besitzerin, Pascale Thomi.

Reiten tut nicht nur der Seele nach einem anstrengenden Bürotag gut, sondern bei diesem Hobby ergeben sich auch Freundschaften und man kann wunderschöne Reiterlebnisse genießen.

Mehr zu weiteren Pferderassen erfahren Sie aus unseren Büchern: «Das Pferd» und «Pferde der Welt».


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