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Marmeladen, Chutneys & Co. selber machen

Jetzt ist wieder Einmachzeit! Die Erdbeer-Ernte ist bereits vorbei, aber zurzeit gibt es eine Fülle an anderen Beeren, die zu leckeren Marmeladen, Konfitüren und Sirups verarbeitet werden können: Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren in unterschiedlichen Farbe, dazu Stachelbeeren und Heidelbeeren…nicht zu vergessen natürlich Kirschen und Aprikosen, die zurzeit (oder bald) reif sind und nur darauf warten, sonnenreif vom Baum gepflückt und eingekocht konserviert zu werden.

© Jason Ingram

Doch nicht nur Beeren und Obst lassen sich durch Einkochen und Sterilisieren für den Winter haltbar machen, sondern auch Gemüse kann man einlegen und zu süß-sauren Pickles verarbeiten oder in exotische Chutneys verwandeln.

Unsere Autorin Holly Farrell ist eine begeisterte Gärtnerin und leidenschaftliche Marmeladenköchin. «Das süße, berauschende Fruchtaroma, das uns beim Öffnen eines Glases hausgemachter Marmelade aus eigenen Erdbeeren an einem trüben Wintertag in die Nase steigt, lässt uns auf den Sommer und die Fülle des Gartens hoffen», beschreibt sie die Glücksgefühle, die eine selber gekochte Marmelade auslösen können. «Nicht umsonst heißt es, Marmelade sei im Glas eingefangener Sonnenschein.»

Das Haltbarmachen von Nahrung hat eine lange Tradition. Während man früher aus einer Notwendigkeit heraus Überschüsse verarbeitete, um für den an frischen Nahrungsmitteln knappen Winter vorzusorgen, stehen heute andere Gründe im Vordergrund. „Heutzutage haben wir das Glück, einmachen zu können, weil wir es wollen, statt es zu müssen», sagt Holly Farrell. Beim Kochen von Marmeladen und Chutneys spürt man eine besondere Verbundenheit mit der Natur und den Jahreszeiten, die uns im hektischen Alltag oft abhanden kommt – vor allem, wenn man die dafür benötigen Früchte und Gemüse selber zieht.

© Jason Ingram

In ihrem Garten pflanzt Holly Farrell deshalb in erster Linie Gemüse, Beeren und Obst an, das sich besonders gut zum Einmachen eignet. Doch aufgepasst – das kann süchtig machen: «In meinen Anfängen als gärtnernde Marmeladenköchin war kein Obst und Gemüse vor mir sicher. Einerseits wollte ich nichts verkommen lassen, und andererseits tat ich es aus Freude am Konservieren. Das führte zu einer Menge von Gläsern mit Zucchinichutney, das mir nicht wirklich schmeckte. » Heute ist sie wählerischer und pflanzt nur noch an, was sie besonders gerne mag. In ihrem Buch «Gärtnern fürs Marmeladenglas» verrät sie, welche Gemüsesorten, Beeren, Obst und Kräuter sich besonders gut fürs Einmachen eignen und wie man sie selber im Garten zieht. Natürlich dürfen auch Rezepte für die Verarbeitung nicht fehlen. Gelee aus Roten Johannisbeeren, Quittenkäse oder Zuckermais-Relish: Die Verarbeitungssaison hat begonnen!

© Jason Ingram

Wer gleich loslegen will: Hier geht es zum Rezept für Holly Farrells Heidelbeerkonfitüre.


 Buchcover