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Ei, Ei, Ei: Es ist Ostern!

Ich liebe Hühner. Seit wir selber Hühner halten, sind sie mir noch mehr ans Herz gewachsen. Sie zu beobachten, entspannt einen ungemein. Hühner sind sozial, klug, sie liefern uns Eier – und Mist für unseren Garten. Gerade zu Ostern haben sie besonders viel zu tun. Der Eierkonsum steigt über die Ostertage exponentiell an. Doch haben Sie schon mal überlegt, was mit den Hennen passiert, sobald unsere österliche Lust auf Eier befriedigt ist?

Unsere Hühner verstecken sich gerne im hohen Gras. © Martina Räber

Zeit, den fleißigen Eierlieferantinnen ein Kränzchen zu winden! Hier sind 10 interessante Informationen zu Huhn, Hahn und Küken:

© Martina Räber

1. Hühner stammen von den Dinosauriern ab.
2. Es gibt fast dreimal so viele Hühner wie Menschen.
3. Verschiedene Rassen legen Eier mit unterschiedlich gefärbten Schalen. Am verbreitetsten sind weiße Schalen und solche in verschiedenen Brauntönen, aber es gibt auch blaue, grüne und schokoladenbraune Eier. Entscheidend für die Farbe: Die Farbe der Ohrscheibe.
4. Hennen legen auch ohne Hahn Eier – manche Rassen bis zu 260 Eier pro Jahr, einzelne Tiere sogar über 300. Mit dem Alter lässt die Legeleistung nach. Dürfen die Tiere die natürliche Mauser durchmachen (sie verlieren und erneuern dabei ihr Federkleid – legen während dieser Zeit aber keine Eier), steigt die Legeleistung nach der Mauser für gewöhnlich wieder an.
5. Hennen paaren sich am liebsten mit dominanten Hähnen. Sie können nach der Kopulation das Sperma schwächerer Hähne ausstoßen.
6. Küken kommunizieren schon im Ei untereinander mit Pieptönen. Das kann dazu führen, dass alle gleichzeitig schlüpfen.
7. Hühner können bis zu 14,5 km/h schnell laufen.
8. Hühner haben einen ausgeprägten Geruchssinn – Küken reagieren sogar auf Gerüche, denen sie vor dem Schlüpfen ausgesetzt waren.
9. Hühner erreichen ein natürliches Alter von fünf bis zehn Jahren, manche werden sogar 15 bis 16 Jahre alt. In der industriellen Hühnerzucht erreichen Hühner jedoch nie dieses Alter: Nährstoffreiches Futter erzeugt bei Masthühnern innerhalb von fünf bis sechs Wochen das gewünschte Schlachtgewicht. Legehennen werden geschlachtet, sobald ihre Legeleistung nachlässt – nach rund 1-2 Jahren.
10. Das Huhn verfügt über etwa 24 spezifische Lautäußerungen mit jeweils leicht abweichender Bedeutung. Manche liefern Informationen über die Qualität der Nahrung, andere dienen als Kontaktrufe, die es den Tieren erleichtern, zusammenzubleiben, auch wenn sie sich nicht sehen können. Ebenso gehören verschiedene Alarmrufe zu ihrem Repertoire.

Hühner suchen anstatt Eier suchen? © Martina Räber

In diesem Sinn: Frohe Ostern!


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