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Lesung mit Lukas Bärfuss

Lange musste die Leserschaft sich gedulden, bis der langersehnte, neue Roman von Lukas Bärfuss «Hagard» erschien. Nun war das Buch endlich auf dem Markt und der Schweizer Autor beehrte die Haupt Buchhandlung mit einer Lesung.

Bis auf den letzten Platz füllte sich das Atelier 14B in Bern. Viele wollten Lukas Bärfuss sehen und ihn aus seinem neuen Roman «Hagard» vorlesen hören. Und es lohnte sich!

Nach einer kurzen Begrüßung und biografischen Einführung übergab die Gastgeberin Adela Haupt dem Schweizer Autor – der wie der coole, legere Typ von nebenan wirkte –das Wort.

Er begann nicht am Anfang des Buches, sondern setzte etwa in der knappen Hälfte mit der Lesung ein, umriss aber vorher mit einigen Worten, was zum Beginn der Geschichte passierte.

Bärfuss packte das Publikum, hüllte es mit seiner bildgewaltigen Sprache ein und spann die Fäden der Geschichte mit seiner präzisen Beobachtungsgabe zu einem Ganzen – und ließ sich auch durch Nachzügler nicht beirren und aus der Fassung bringen. Eher inszenierte er die Situation gekonnt, indem er den bereits vorgelesenen Satz wiederholte:

Im Universum ist das Licht nicht alleine. Daneben existiert die Materie und verlangt Disziplin.

Die Lacher folgten prompt. Sowieso verstand es Bärfuss die Situationskomik des Buches in der Lesung punktgenau zu setzen und stellte damit sein theatrales Schreiben und Können und sein Flair für komische Situation unter Beweis.

Nach der offiziellen Fragerunde war Bärfuss offen für weitere Gespräche und Diskussionen und stand dem Publikum Red und Antwort – wie halt der lockere, coole Typ von nebenan!