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«Fingerhut & Herzgespann» – Buchvernissage im Botanischen Garten Bern

«Allein die Dosis machts!» Schon Paracelsus wusste um den schmalen Grat zwischen Heilkraft und Giftwirkung der Pflanzen. Den Heilpflanzen ist das eben im Haupt Verlag erschienene Buch «Fingerhut & Herzgespann – Heilpflanzen im Botanischen Garten der Universität Bern» gewidmet. An der Vernissage im Botanischen Garten stellen die Herausgeber das Buch vor und feiern dessen Erscheinen.

Es ist heiß heute, das Thermometer steht auch um 18.00 Uhr noch bei über 30° Celsius. Aber vor dem Palmenhaus im Botanischen Garten Bern lässt es sich im Baumschatten gut stehen und die Vernissage-Besucher folgen den Ausführungen der Herausgeber mit großer Aufmerksamkeit.

Beat Fischer vom Verein Aquilegia, erzählt von der Geschichte des Heilpflanzengartens, der im Botanischen Garten Bern vor 40 Jahren angelegt wurde und seither gepflegt und sukzessive ausgebaut wurde. Heute finden sich rund 230 Pflanzenarten im Heilpflanzengarten, die interessanterweise nach ihren Wirkstoffen angeordnet sind.

Beat Fischer, Aquilegia, Mitherausgeber

Über den Werdegang des Buchprojektes weiß Christine Föhr, ebenfalls vom Verein Aquilegia, zu berichten. Vom Vorgängerbuch aus dem Jahr 1982 von Marlis Krneta-Jordi bis zum neuen Heilpflanzenführer war es ein langer Weg und viele Beteiligte haben diese schöne Publikation möglich gemacht.

Christine Föhr, Aquilegia, Mitherausgeberin

Die Pflanzenporträts sind auch im Buch (wie im Heilpflanzengarten) nach ihren Hauptwirkstoffen angeordnet. Nikolas Küffer vom Verein Aquilegia führt in die Pflanzenbeschreibungen des Buches ein. Natürlich gibt’s auch hier botanische Beschreibungen der Arten, aber in diesem Zusammenhang interessiert vor allem die heilende oder giftige Wirkung: Welche Teile einer Pflanze werden verwendet? Welche medizinischen Anwendungen gibt es? Viele Pflanzenporträts enthalten auch höchst Interessantes zur Geschichte: Nicht nur der Schierling wurde gezielt für Hinrichtungen eingesetzt (Sokrates’s Schierlingsbecher!), sondern auch der Blaue Eisenhut.

Nikolas Küffer, Aquilegia, Mitherausgeber

Nach einer kurzen Führung durch den Heilpflanzengarten freuten sich alle Gäste an der kühlenden Erfrischung, die offeriert wurde.

Beat Fischer erklärt, wie Beinwell durch Hummeln bestäubt wird.

Christine Föhr mit einer Gruppe von Vernissage-Gästen.

Apéro nach der Führung durch den Heilfplanzengarten.


 Buchcover



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