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Die Geschichte der längsten Ozon-Messreihe der Welt

Wo heute das Grandhotel Tschuggen in Arosa steht, war einst das Sanatorium Arosa das Ziel zahlreicher Tuberkulose-Erkrankter. Dort begann die Weltkarriere des deutschen Physikers Paul Götz. Er gründete 1921 im Auftrag des Kur- und Verkehrsvereins das Lichtklimatische Observatorium, um den guten Ruf von Arosa als Höhenkurort wissenschaftlich zu bestätigen. Götz studierte dafür die vermeintlich heilsame Sonnenstrahlung. Die Ozonschicht in der Atmosphäre spielte dabei für das Verständnis eine bedeutende Rolle. So entstand die längste Ozon-Messreihe der Welt, die bis heute für die internationale Forschung von Bedeutung ist. Seit 1988 wird sie durch MeteoSchweiz, dem schweizerischen Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, betrieben.

Diese spannende Geschichte um Pioniere, Entdeckungen und Streitereien mitten in den Bündner Bergen zeichnet der Wissenschaftsjournalist Martin Läubli in seinem Buch «Licht, Luft, Ozon» nach.

Am 13. Juni fand in Arosa die Vernissage des Buches statt. Neben dem Autor Martin Läubli waren auch Johannes Staehelin und Pierre Viatte anwesend, auf deren Recherchen Martin Läublis Buch basiert.

Das Buch über Arosa als Zentrum der längsten Ozon-Messreihe der Welt markiert eine Zäsur: Die Instrumente für die Ozon-Messung ziehen nämlich weiter. Das Lichtklimatische Observatorium wird nach Davos verlegt, an das Physikalisch-Meteorologische Observatorium (PMOD). Dort soll die Messreihe langfristig weitergeführt werden.

Mehr Infos zum bevorstehenden Umzug nach Davos gibt es in Martin Läublis Artikel im Tages-Anzeiger.


 Buchcover



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