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Persönliche Winter- und Weihnachtskarten kreieren

Schon bald ist Weihnachten. Was passt da besser als eine selbst gestaltete Postkarte?

Im Folgenden möchte ich euch vier Möglichkeiten aufzeigen, wie man persönliche Weihnachtspostkarten gestalten kann. Ich habe mich dabei vom Buch «schneiden,  kleben, collagieren» von Hollie Chastain inspirieren lassen.

Die vier ausgewählten Gestaltungsmöglichkeiten:

1. Gestempelte Weihnachtskarten

2. Winterliche Collagen – Kreationen

3. Bestickte Weihnachtskarten

4. Einfache Spruchkarten

 

Gestempelte Weihnachtskarten

Für die gestempelten Weihnachtskarten braucht man folgende Materialien:

  • Dickes Papier (am besten im Postkartenformat A6)
  • Winterliche und weihnachtliche Stempel-Sujets (besonders schöne Stempel sind im Geschäft «Bookbinders Design» beim Zytglogge in Bern erhältlich)
  • Stempelkissen
  • Diverse Schreibutensilien und Glitzerstifte (in der Papeterie erhältlich)

Grundsätzlich ist bei der Gestaltung mit Stempeln der Kreativität freien Lauf zu lassen. Einzig gilt es, darauf zu achten, dass die Stempeltinte genügend getrocknet ist, bevor man die Karten berührt oder verpackt. Die Oberfläche mit Haarspray besprühen hilft, den Vorgang des Festigens zu beschleunigen.

Besonders gelingen Stempelbilder ergänzt mit handgezeichneten Details und Glitzer.

Hier meine Ideen zur Inspiration:

Winterliche Collagen – Kreationen

Collagen sind ganz einfach, preiswert und mit wenig Material herzustellen. Dazu braucht man:

  • Diverse Hefte und Magazine (am besten fragt man Freunde und Bekannte)
  • Schere
  • Leim

Eine Collage vereint unterschiedliche ausgeschnittene oder rausgerissene Papiersujets miteinander. Diese werden nach Belieben miteinander verbunden und aufgeklebt. Beim Herstellen von Collagen gibt es so gut wie keine Regeln.

Jedoch kann man die Wirkung von Collagen deutlich verstärken, indem man folgende Punkte beachtet:

  • Gewählte Sujets sollten sorgfältig ohne Rändchen ausgeschnitten werden. Dies verlangt etwas Fingerspitzengefühl – der Aufwand lohnt sich aber.
  • Rötliche und warme Farben erscheinen im Vergleich zu kalten und blauen Farben näher am Betrachter, also weiter vorne. So gelingt ein räumlicher Eindruck. Dasselbe gilt übrigens für helle und dunkle Farben; je heller eine Farbe desto weiter weg erscheint sie.
  • Interessant wird eine Collage dann, wenn die gewohnten Dimensionen der «Grössendarstellung» über Bord geworfen werden. Wenn ein Pilz zum Beispiel auf einmal riesig erscheint neben einem einfachen Reh (siehe Beispiel).
  • Auch kann es witzig sein, neue und unmögliche Sujets in einer persönlichen Collage zu erschaffen.

Die Möglichkeiten sind auch hier einfach grenzenlos.

Hier meine Beispiele:

 

Bestickte Weihnachtskarten

Ich bin eine leidenschaftliche Postkartensammlerin. Eine ganze Box bis oben gefüllt mit Karten steht bei mir zu Hause – aus jeglichen Ländern und Geschäften.

Eine Möglichkeit daraus persönliche Postkarten zu gestalten, eröffnet sich durch das Besticken der Karten.

Dazu braucht man folgendes:

  • Postkarten mit winterlichen und weihnachtlichen Sujets
  • Eine Nähnadel (nicht zu dünn und nicht zu dick – am besten selber austesten)
  • Diverse Nähfäden (Farbe und Dicke sind nach eigenem Geschmack auszuwählen)
  • Schere

Sobald man also die passende Postkarte gewählt hat, geht’s ans Besticken. Ich habe mich bei meinen Karten für ein bestimmtes Sujet auf der Karte entschieden, welches ich durch das Besticken hervorheben möchte. Dabei habe ich in fast allen Fällen die Kontur des ausgewählten Sujets «nachgestickt».

Wichtig beim Sticken: Es muss sorgfältig und geduldig gearbeitet werden. Das Postkartenpapier ist oft etwas hart und schwierig mit der Nadel zu durchstoßen. Da hilft es, die Nadel mit leichtem Druck gegen die Karte etwas zu drehen, ansonsten kann es schnell passieren, dass man die Karte durch zu großen Druckaufwand zerfaltet und das wäre schade.

Auch ist es wichtig, dass Anfangsfaden wie auch Schlussfaden mit einem Knoten fixiert werden, damit die Stickerei sich nicht lockert oder löst.

Auch würde ich euch empfehlen die Löcher mit der Nadel stets auf der Vorderseite anzusetzen, da ihr so das Sujet im Blick behaltet und zudem keine Papierausbuchtungen auf der Vorderseite der Karte entstehen.

Auch hier wieder meine Beispiele:

Einfache Spruchkarten

Dieses Verfahren ist, von mir aus gesehen, die am einfachsten und am schnellsten durchführbare Variante eine eigene Postkarte zu kreieren.

Das braucht man dazu:

  • Dickes Papier (am Besten im Postkartenformat A6)
  • Diverse Hefte und Magazine
  • Schere
  • Leim

Nun geht es darum, die Magazine und Hefte nach passenden winterlichen Sätzen, Sprüchen oder Wörtern durchzuschauen. Wird man fündig, so schneidet man das Wort, den Spruch oder den Satz aus und klebt es auf die A6-Karte. Ich verwende durchgehend weißes Papier als Karte, das klappt aber natürlich auch mit Farbpapier.

Witzig oder interessant kann es auch sein, verschiedene Wörter aus unterschiedlichen Magazinen oder Beiträgen zu kombinieren, so dass ein neuer Satz und somit eine neue Aussage entsteht.

Hier meine Spruchkarten-Ideen:

Die vier hier dargestellten Kartengestaltungsmöglichkeiten sind natürlich durchs ganze Jahr durchführbar, auch mit «nicht»-winterlichen Sujets.

Ich hoffe, ich konnte euer Interesse wecken und wünsche euch nun abschließend schöne und kreative Festtage.


Alle Fotos © Fiona Hofer


 Buchcover