Flora des Kantons Zürich: Auf den Spuren der Biodiversität

Nach fast zehnjähriger Entstehungszeit liegt das umfassende Werk «Flora des Kantons Zürich» endlich vor: Die einzigartige Spurensuche zeigt auf, was im Kanton Zürich alles «blüht». Das schwergewichtige, über tausendseitige Buch stellt die einstige und aktuelle Vielfalt der Farn- und Blütenpflanzen im Kanton Zürich mit Texten, Bildern und Verbreitungskarten zu 1757 Pflanzenarten vor. Rund 250 ehrenamtliche Botanik-Begeisterte haben im Rahmen eines Bürgerwissenschaft-Projekts der Zürcherischen Botanischen Gesellschaft sowohl Feld- als auch Herbar- und Literaturdaten akribisch zusammengetragen und neue Pflanzenfotos erstellt. Weiterlesen >



Faszination Bienenkönigin

«Die Haltung und Zucht von Bienen ermöglichen mir wundervolle Erlebnisse, von denen sich viele Menschen nach ihrer Kindheit verabschiedet haben. An den meisten Tagen klebe ich voller Honig, meine Kleidung ist schmutzig, ich bin umgeben von Insekten und für jedes Abenteuer bereit. Wenn ich mich gerade nicht um meine Bienenstöcke kümmere, halte ich Kurse über Bienenzucht, veranstalte Touren und schütze wild lebende Völker von Honigbienen. Ein großer Teil meiner Aufgabe besteht darin, mein Wissen mit anderen auf eine Art und Weise zu teilen, die Spaß macht und einen schnellen Zugang ermöglicht. Ich hoffe, dass meine Leserinnen und Leser von den Bienen bald ebenso verzaubert sind, wie ich es bin. […] Alles was ich über diese Insekten lerne, überrascht und fasziniert mich – auch heute noch.»

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Buchvernissage «Flüsse der Alpen»

International ist die Herausgeberschaft und die Autorinnen und Autoren des Mammutwerkes «Flüsse der Alpen», international waren auch die Vortragenden und Gäste bei der Buchvorstellung letzte Woche im Atelier 14B der Buchhandlung Haupt.

Foto: Kerstin Böck

Susanna Muhar war mit einem kleinen Team aus Wien angereist, Gregory Egger aus Karlsruhe, Dominik Siegrist und Rolf Weingartner hatten keine ganz so weite Anfahrt. Weiterlesen >



HauptAutor: Peter Richard

Diese Woche ist mit «Pflanzenkompositionen für den Naturgarten» das zweite Buch von Peter Richard im Haupt Verlag erschienen. Im Interview mit uns erzählt der Naturgartenspezialist, was einen Naturgarten ausmacht, wie es in seinem Garten aussieht und verrät seine drei Top-Tipps für einen naturnahen Garten.

Pflanzen leben gerne mit Nachbarn zusammen, die sie positiv beeinflussen und keine Konkurrenz darstellen. © Carmen Hocker

Nach «Der gestaltete Naturgarten» erscheint mit «Pflanzenkompositionen für den Naturgarten» Ihr zweites Buch im Haupt Verlag. Worin unterscheiden sich die beiden Bücher?
Das Buch «Der gestaltet Naturgarten» ist ein Planungs- und Baubuch. Es geht also darum wie ein Naturgarten gedacht, aufs Papier gebracht und letztendlich gebaut wird. Beim zweiten Buch geht es um die Pflanzenauswahl, die Vorbereitung der Pflanzenstandorte und die Entwicklung und Pflege der Pflanzungen im Naturgarten. Weiterlesen >



Wir gratulieren Gerhart Wagner, Autor der «Flora Helvetica», zum 100. Geburtstag

Heute, am 18. Februar 2020, wird unser Autor Dr. Gerhart Wagner 100 Jahre alt. Das gesamte Team von Haupt Verlag und Buchhandlung gratuliert dem Jubilar herzlich! Verleger Matthias Haupt schreibt in einem Brief an Gerhart Wagner: Weiterlesen >



Im Schatten von Humboldt: Johann und Georg Forster

Alexander von Humboldt ist das Maß aller deutschen Naturforscher, vor seiner Zeit umsegelte bereits der deutsche Naturforscher Johann Forster die Welt.

Der Naturforscher Johann Forster und sein Sohn Georg, ein begnadeter Zeichner, durften durch einen glücklichen Zufall an James Cooks zweiter Weltumsegelung teilnehmen. Nachdem sich Joseph Banks mit seinem Team aufgrund Platzmangel  zurückgezogen hatte, durften die Forsters nachrücken. Johann Forster hatte Theologie studiert, besaß aber umfassende Kenntnisse der Naturkunde und beschäftigte sich auch mit Mineralogie und Entomologie. Mit der Aufnahme in die Royal Society wurde Forster als führender Naturforscher anerkannt.

Das Ziel der Reise war der «große Südkontinent», die Entdeckung der Terra Australis Incognita und führte über die Stationen Madeira, Kapverden und das Kap der guten Hoffnung weiter durch die Antarktis nach Neuseeland und in den Pazifik.

Die Reise war beschwerlich, vor allem aufgrund des Platz- sowie Zeitmangels. Beim Landgang blühten aufgrund der Jahreszeiten kaum Pflanzen und für längere Erkundungen blieb keine Zeit. Wenn Proben genommen werden konnten, war der Zeitdruck so groß, dass bis spät in die Nacht oder früh morgens gearbeitet werden musste.

Aquarell der Barringtonia speciosa von Georg Forster © Natural History Museum London

Auf ihrer Reise erforschten die beiden Forsters die Artenvielfalt und Völker des Pazifikraums, der Südsee und der Atlantikinseln. Auf den Kapverden sammelten sie Pflanzen und schrieben einen Bericht über 38 gefundene Arten, von denen drei davon bisher unbekannt waren. Auf den Antarktisreisen beschäftigten sie sich vor allem mit Vögel und studierten Albatrosse und Pinguine genauer. Neben der Naturgeschichte befassten sich die Forsters in Neuseeland auch mit den Einheimischen. Johann Forster war fasziniert von der polynesischen Sprachen und erstellte Vokabellisten und Vergleichstabellen. In seinem Werk Observation Made During a Voyage Round the World veröffentlichte er detaillierte Berichte über die Sitten und Gebräuche von Pazifikvölkern sowie neue Erkenntnisse über die Merkmale verschiedener Inseltypen.  

Aquarell der Distelart Carthamus lanais von Georg Forster © Natural History Museum London

Nach der Rückkehr nach England 1775 wollten die Forsters ihre Forschungsergebnisse schnellst möglich veröffentlichen. Ihr Werk «Characteres Genera Plantarum» (1775 und 1776) enthielt Beschreibungen von 75 neuen Gattungen sowie 94 neuen Arten. Die wissenschaftlichen Leistungen des Sohnes Georg während der Reise wurden zur Kenntnis genommen und mit nur 22 Jahren wurde auch Georg Forster in die Royal Society aufgenommen. Obwohl gewisse Beschreibungen in ihrer gemeinsamen Publikation kurz und teilweise auch fehlerhaft waren, blieb es ein bedeutsames Werk über die Botanik des Pazifikraums.

Aufgrund der anschließenden Kontroversen verließen die Forsters England und kehrten nach Deutschland zurück. Später arbeiteten beiden an deutschen Universitäten.

Weitere spannende Erkenntnisse zu Forschungsreisende aus vier Jahrhunderten finden Sie im Buch «Naturerkundungen mit Skizzenheft und Staffelei».

Die Informationen stammen aus dem Buch «Naturerkundungen mit Skizzenheft und Staffelei».

 

Holzkohle – Es war einmal das schwarze Gold

Helmut W. Rodenhausen hat mit «Holzkohle – vom schwarzen Gold zur Glut im Grill» eine reich bebilderte Kulturgeschichte geschaffen, in welcher er die vielen Facetten der Holzkohle aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Der sorgfältig gestaltete Band – das Buch sieht mit dem schwarzen Farbschnitt aus wie ein überdimensioniertes Stück Holzkohle – eignet sich auch wunderbar als Geschenk – nicht nur für passionierte Grill-Fans.

In seinem Gastbeitrag gibt er einen ersten Einblick in die spannende Geschichte des «schwarzen Goldes».

© Petra Meyer

Kaum ein anderes Produkt, kaum ein anderer Rohstoff in unserer Zivilisation hat die Welt derart verändert wie die Holzkohle – und wir uns mit ihr. Als die frühen Hominiden entdeckten, dass sich Holzkohle anders verhält als ein einfaches Holzfeuer, begann eine rasende Entwicklung. Weiterlesen >



Heilsame Wildpflanzen – Winter

Wenn die Bäume ihre Blätter lassen, zieht langsam der Winter ein. Einzig die Buchen und Eichen tragen ihr Laub über den Winter sowie die immergrünen Nadelbäume. Eine besondere Pflanze, die um die kalte Jahreszeit immer noch grüne Blätter trägt und deren Früchte um die Wintersonnenwende gepflückt werden, ist die Mistel.

© Frank Hecker/www.naturfoto-hecker.com

Im Zyklus des phänologischen Kalenders wandeln wir vom Vorfrühling bis zum Winter auf den Spuren der Natur und entdecken heilsame Wildpflanzen neu – das ist der zehnte und letzte Beitrag in dieser Reihe.

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