HauptAutor: Andreas Gigon

Von Insektenschlafstätten in Blumen über Ameisengarden für Schmetterlingsraupen, bis hin zu Insektentaxis: Der Autor Andreas Gigon beschreibt in seinem Buch «Symbiosen in unseren Wiesen, Wäldern und Mooren» über hundert positive Einzelbeziehungen zwischen Pflanzen-, Tier- und Pilzarten.

Im Interview mit uns erzählt er, was es mit diesen Symbiosen der Natur auf sich hat und warum diese so wichtig sind für uns Menschen wie auch für unsere Umwelt.

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Wildbienen beobachten

Auch in Städten summt und brummt es: Mit ihren Parkanlagen und Gärten, Brachflächen, Böschungen oder alten Gebäudemauern bieten Städte einen vielfältigen Lebensraum für zahlreiche Wildbienenarten. Janina Voskuhl und Herbert Zucchi begeben sich in «Wildbienen in der Stadt» auf die Spur dieser faszinierenden Tiere. Sie folgen den Wildbienen im Jahreslauf und liefern mit ihren Exkursionsvorschlägen Anregungen für städtische Erkundungstouren – ganz nebenbei vermitteln sie viel spannendes Hintergrundwissen.

Hier veröffentlichen wir einen Auszug aus dem Kapitel «Insektennisthilfen und ihre Besiedler»:

Ein älteres Mauerbienenweibchen ruht am Nesteingang. Mitte Mai ist die Behaarung vieler Individuen bereits verblasst und stark abgeflogen. Foto: Janina Voskuhl

Exkursionstipp: Insektennisthilfen und ihre Besiedler

Ort: Wildbienennisthilfe auf Schulhöfen, in privaten Gärten und öffentlichen Grünanlagen
Mögliche Bienenbeobachtungen: Mauerbienen, Scherenbienen, Blattschneider- und Mörtelbienen, Maskenbienen, Löcherbienen, Düsterbienen sowie diverse solitär oder parasitär lebende Wespenarten
Geeignete Jahreszeit: April bis August

Auf einem Spaziergang durch die Schrebergartenanlagen unterschiedlichster Städte kann man in etlichen Gärten Nisthilfen für Bienen und andere Insekten hängen sehen. Einige wurden selbst gebaut aus hohlen Pflanzenstängeln oder angebohrtem Holz, andere stammen aus dem Baumarkt, dem Gartencenter oder dem Internetversand. Die kleinen Schutzmaßnahmen zeigen, dass zahlreiche Bürger der Stadt interessiert sind, den bedeutsamen Bestäubern ein Zuhause zu geben. Weiterlesen >



HauptAutorin: Lena Zeise

Schreibschriften sind für uns etwas Alltägliches, die im digitalen Zeitalter besonders persönlich wirken. Tatsächlich gehören die Schreib- oder Kursivschriften schon seit Jahrtausenden zu unserer menschlichen Zivilisation. Lena Zeise führt in «Schreibschriften. Eine illustrierte Kulturgeschichte» durch die europäische Schriftgeschichte, stellt historische und politische Sachverhalte zum handschriftlichen Schreiben dar und greift aktuelle Diskussionen zum Thema Handschrift auf. Die liebevollen Illustrationen und der Halbleineneinband machen das Buch zu einem besonderen Schatz!

Im Interview mit uns erzählt sie, in welchen Situationen sie von Hand schreibt, weshalb ein Poesiealbum der Auslöser für dieses Buch war – und wie sie die Zukunft der Schreibschriften einschätzt.

Sie haben vor kurzem eine Kulturgeschichte über die Schreibschriften veröffentlicht. Was meint «Schreibschrift» genau?
Eine Schreib- oder Kursivschrift ist eine flüssige, handgeschriebene Schrift, die zügig und mit wenigen Unterbrechungen geschrieben wird, daher wird diese Schreibweise gerne als «laufend» bezeichnet. Grundsätzlich fällt sie in die Kategorie der Gebrauchsschriften, in Abgrenzung zu Buch- und Urkundenschriften aus früheren Zeiten, die ebenfalls mit der Hand geschrieben wurden. Das schnelle, unkomplizierte Niederschreiben von Informationen stand im Vordergrund und beeinflusste ihre Form. Die verbindenden Merkmale einer Schreibschrift sind der Rhythmus, das Streben nach Verbindungen, die schmaleren Buchstabenproportionen, der Neigungsgrad und allen voran die Dynamik. Weiterlesen >



HauptAutor: Peter Richard

Diese Woche ist mit «Pflanzenkompositionen für den Naturgarten» das zweite Buch von Peter Richard im Haupt Verlag erschienen. Im Interview mit uns erzählt der Naturgartenspezialist, was einen Naturgarten ausmacht, wie es in seinem Garten aussieht und verrät seine drei Top-Tipps für einen naturnahen Garten.

Pflanzen leben gerne mit Nachbarn zusammen, die sie positiv beeinflussen und keine Konkurrenz darstellen. © Carmen Hocker

Nach «Der gestaltete Naturgarten» erscheint mit «Pflanzenkompositionen für den Naturgarten» Ihr zweites Buch im Haupt Verlag. Worin unterscheiden sich die beiden Bücher?
Das Buch «Der gestaltet Naturgarten» ist ein Planungs- und Baubuch. Es geht also darum wie ein Naturgarten gedacht, aufs Papier gebracht und letztendlich gebaut wird. Beim zweiten Buch geht es um die Pflanzenauswahl, die Vorbereitung der Pflanzenstandorte und die Entwicklung und Pflege der Pflanzungen im Naturgarten. Weiterlesen >



Holzkohle – Es war einmal das schwarze Gold

Helmut W. Rodenhausen hat mit «Holzkohle – vom schwarzen Gold zur Glut im Grill» eine reich bebilderte Kulturgeschichte geschaffen, in welcher er die vielen Facetten der Holzkohle aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Der sorgfältig gestaltete Band – das Buch sieht mit dem schwarzen Farbschnitt aus wie ein überdimensioniertes Stück Holzkohle – eignet sich auch wunderbar als Geschenk – nicht nur für passionierte Grill-Fans.

In seinem Gastbeitrag gibt er einen ersten Einblick in die spannende Geschichte des «schwarzen Goldes».

© Petra Meyer

Kaum ein anderes Produkt, kaum ein anderer Rohstoff in unserer Zivilisation hat die Welt derart verändert wie die Holzkohle – und wir uns mit ihr. Als die frühen Hominiden entdeckten, dass sich Holzkohle anders verhält als ein einfaches Holzfeuer, begann eine rasende Entwicklung. Weiterlesen >



HauptAutoren: Elke Zippel und Johann Brandstetter

Schmetterlinge bezaubern uns durch ihre filigrane Schönheit und die Leichtigkeit ihres Fluges. Auch das Leben der schillernden Insekten ist faszinierend, wie die Autorin Elke Zippel und der Künstler Johann Brandstetter wissen. In ihrem Buch «Wie Schmetterlinge leben» führen sie uns in die spannende Welt der «Blütengaukler» ein.

Im Interview verraten sie uns, weshalb sie keinen Lieblingsschmetterling haben, was es mit Mormogystia brandstetteri auf sich hat und weshalb wir um Schmetterlinge zu fördern, auch ihre Lebensräume schützen müssen.

Schwarzblauer Bläuling © Johann Brandstetter

Was fasziniert Sie besonders an Schmetterlingen?

E.Z. Zuallererst natürlich ihre Schönheit, ihre bunte Vielfalt und ihre zarte Gestalt, die mich schon als kleines Mädchen beeindruckt haben. Als Kind habe ich rund um die Dörfer meiner Ferienheimat in Südtirol Blumenwiesen erleben können, auf denen es vor Faltern wimmelte – Blutströpfchen, Bläulinge, Widderchen und Tagfalter-Arten. Nachts verlagerte sich das Geflatter an die Laterne am Haus. Ich habe stundenlang zuschauen können, wohl wissend, nicht zuletzt dank eines Kinderbuchklassikers, dass vor ihrem Geflatter die Schmetterlinge ein Leben als Raupe und Puppe geführt haben.
Als Biologin beeindrucken mich die vielen Zusammenhänge, die sich beim Studium der stets komplexen und einzigartigen Ökologie einer Art aufzeigen. Jedes Entwicklungsstadium einer Art, vom Ei über Raupe und Puppe bis zum erwachsenen Falter hat ganz besondere Ansprüche an seinen Lebensraum. Nur wenn die Ansprüche aller Entwicklungsstadien eines Falters erfüllt werden, kann eine Schmetterlingsart in einer Landschaft überleben und sich fortpflanzen. Enge Beziehungen von Schmetterlingen zu Blütenpflanzen zeugen von einer faszinierenden Co-Evolution zweier Arten oder Artengruppen. Weiterlesen >



Über die treulose Tomate – letzte Tomatengeschichte

Mit der heutigen Geschichte endet unsere Serie über teils wundersame und amüsante Namen vieler besonderer Tomatensorten, die unsere Autoren Ute und Martin Studer in den letzten paar Monaten erzählt haben. Zum Abschluss dieser Tomatengeschichten beschreiben die Autoren, wie es dazu kam, dass wir bei einem Verrat jemanden als «treulose Tomate» beschimpfen. 

© Martin Studer

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Ausprobiert – Schnitzen auf Rügen

Seit Jahren verbringt Antje Rittermann den Sommer auf Rügen. In ihren Schnitzkursen haben die Teilnehmer/-innen viele Objekte ausprobiert, die auch im neuen Buch von Antje Rittermann und Susann Rittermann «Werkstatt Schnitzen» zu finden sind.

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Tomatengeschichten – «Marmande»

In unregelmäßigen Abständen erzählen Ute und Martin Tomatengeschichten der besonderen Art. Heute erzählen sie, die wahre Geschichte der Tomatensorte Marmande.

Wenn eine Geschichte in einer Statue endet, die vor dem Bürgermeisteramt steht, dann ist es in der Regel eine offizielle und damit wahre Geschichte. Die Statue heißt «Pomme d’amour», zeigt eine junge, hübsche Frau und steht auf dem Hauptplatz von Marmande, einer kleinen, südfranzösischen Stadt zwischen Bordeaux und Toulouse. Und das ist die Geschichte:

© Martin Studer

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