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Stuber, Martin / Bürgi, Matthias

Vom "eroberten Land" zum Renaturierungsprojekt

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Geschichte der Feuchtgebiete in der Schweiz seit 1700

ISBN: 978-3-258-08115-1

Bristol-Schriftenreihe 59
1. Auflage 2019
262 Seiten, 119 Abb., 18 Tab.
kartoniert, 17 x 24 cm, 780 g
Haupt Verlag
CHF 36.00 (UVP) / EUR 36.00 (D) / EUR 37.10 (A)

Noch vor nicht allzu langer Zeit wurden die Flusstäler und Ebenen des Mittellandes periodisch überschwemmt, und die Böden waren mancherorts derart nass, dass an eine intensivere landwirtschaftliche Nutzung oder gar an eine Überbauung nicht zu denken war. Das vorliegende Buch geht der Frage nach, welche Gründe seither zum Verschwinden der Feuchtgebiete geführt haben. Zudem präzisieren die Autoren aufgrund historischer Karten das effektive Ausmass dieser grundlegenden umweltgeschichtlichen Transformation.
Flussbegradigungen, Kanalisierungen und Trockenlegungen ermöglichten die Gewinnung von fruchtbarem Ackerland, auf dem heute noch – sofern es nicht inzwischen überbaut worden ist – hohe Erträge zu erzielen sind. Diese Entwicklung verlief allerdings zulasten der Biodiversität, wie am Beispiel ausgewählter Artengruppen gezeigt wird, und auch der in den Böden gespeicherte Kohlenstoff ging infolge der Trockenlegung zurück.
Die historische Entwicklung der Feuchtgebiete in der Schweiz wird weder als Fortschritts- noch als Verlustgeschichte beschrieben. Im Vordergrund stehen vielmehr die unterschiedlichen historischen Akteure, ihre Ziele und Praktiken im zeitgenössischen Kontext sowie die Folgen ihres Tuns für Landschaft und Ökologie. Der zeitliche Bogen spannt sich dabei von der Ökonomischen Aufklärung im 18. Jahrhundert über die grossflächigen Meliorationen in der Industriegesellschaft bis zu Moorschutz und Renaturierungsprojekten im Zeitalter der Ökologie.


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«90 Prozent der Feuchtgebiete sind in den letzten 150 Jahren verschwunden. Das zeigt eine eben erschienene Geschichte dieser für viele Arten so wichtigen Lebensräume. Sie zeigt aber auch: Massnahmen greifen noch - aber es eilt.»
Tages-Anzeiger

«Die Autoren machen deutlich, weshalb und wie unterschiedliche Akteure zu unterschiedlichen Zeiten gehandelt haben und wie sich ihr Handeln auf Biodiversität und Landschaft ausgewirkt hat.»
Ornis

«Die interdisziplinäre Autorenschaft macht das Buch sowohl für historisch, ökologisch wie auch an Landschaftsgeschichte Interessierte zum spannenden Lesestoff.»
Der ornithologische Beobachter

Sendung «Doppelpunkt» auf Radio SRF1 zum Thema Moore, 18. Juni 2019

Martin Stuber
Martin Stuber ist promovierter Historiker am Historischen Institut der Universität Bern. Er verfasste zahlreiche Publikationen zur Wissens- und Umweltgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts, darunter «Wälder für Generationen. Konzeptionen der Nachhaltigkeit im Kanton Bern (1750-1880)» (2008) und zusammen mit Matthias Bürgi «Hüeterbueb und Heitisträhl. Traditionelle Formen der Waldnutzung in der Schweiz 1800 bis 2000» (2. Aufl. 2012). Als jüngste Publikation gab er zusammen mit Simona Boscani Leoni den Band «Wer das Gras wachsen hört. Wissensgeschichte(n) der pflanzlichen Ressourcen vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert» (2017) heraus.

Matthias Bürgi
Matthias Bürgi, aufgewachsen in Bern, studierte Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich. Er leitet die Forschungseinheit «Landschaftsdynamik» an der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL (Birmensdorf) und ist Privatdozent am Geographischen Institut der Universität Bern GIUB für das Lehrgebiet Landschaftsgeschichte. In seinen Forschungsprojekten beschäftigt er sich mit der Entwicklung von Ökosystemen und Landschaften unter dem wechselnden Einfluss des Menschen.

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