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Titel 16 / 31
Titel-Details
ISBN 978-3-258-07317-0
Jäger, Urs
Organisationale Moderation
Eine Theorie zum strategischen Wandel in Nonprofit-UnternehmenISBN 978-3-258-07317-0
Sachgebiet:
NPO-Management
Jäger, Urs
Organisationale Moderation
Eine Theorie zum strategischen Wandel in Nonprofit-Unternehmen
1. Auflage 2008
XVIII + 437 Seiten, 39 Abbildungen
gebunden, 13,5 x 21 cm, 643 g
CHF 79.00 / EUR 66.00 (D) / EUR 67.90 (A)
ISBN 978-3-258-07317-0
In Profit-Unternehmen ist strategischer Wandel in der Regel Aufgabe der Unternehmenszentrale. Das entspricht den Annahmen gängiger Strategietheorien: Wer strategisch führt, ist hierarchisch übergeordnet und kann eindeutige Ziele formulieren. Im Gegensatz dazu sind in Nonprofit-Unternehmen die Zentralen den zu führenden Einheiten meist hierarchisch untergeordnet. Zudem müssen Zentralen von Nonprofit-Unternehmen zahlreichen, auch widersprüchlichen Anliegen gerecht werden. Das hat zur Folge: Wichtige Annahmen der Strategietheorien entsprechen in vielen Fällen nicht den Realitäten von Nonprofit-Unternehmen.
Die neue Theorie der «Organisationalen Moderation» zeigt auf, wie in Nonprofit-Unternehmen strategischer Wandel bewirkt werden kann. Zwei Aspekte charakterisieren diese Theorie:
1. Nicht die Zentrale realisiert Strategien, sondern die gesamte Organisation. Strategien werden nicht von der Organisation losgelöst formuliert, sondern in ihr gesucht: Zukunftsweisende Strategien «erkennt», wer zurückblickt, das Umfeld und alle organisationalen Hierarchieebenen in die Beobachtung einbezieht. Die organisationale Zukunft muss deshalb nicht mittels strategischer Planung hierarchisch durchgesetzt werden. Sie entsteht vielmehr aus einer historischen Entwicklung und an verschiedenen, hierarchisch unterschiedlich positionierten Orten. Solche «Orte» werden Transformationspotentiale genannt.
2. Wer Transformationspotentiale in ihrer Entfaltung wirksam unterstützt, muss zuvor keine eindeutigen Ziele formuliert haben. Insofern muss strategischer Wandel nicht im eigentlichen Sinn geführt werden. Transformationspotentiale entfalten sich vielmehr aus eigener Kraft und erzeugen dadurch strategischen Wandel - sie müssen aber die Gelegenheit dazu erhalten. Sie werden kreativ – auch Zufälle nutzend – moderiert, indem ihnen in zweifacher Hinsicht Raum zur Entfaltung geboten wird:
- Mit kommunikativen Management-Praktiken werden Widersprüche nicht aufgelöst, aber derart behandelt, dass sie strategischen Wandel nicht behindern können.
- Gleichzeitig achtet man darauf, strategischen Wandel in alltäglichen Handlungen erfahrbar zu machen.
XVIII + 437 Seiten, 39 Abbildungen
gebunden, 13,5 x 21 cm, 643 g
CHF 79.00 / EUR 66.00 (D) / EUR 67.90 (A)
ISBN 978-3-258-07317-0
In Profit-Unternehmen ist strategischer Wandel in der Regel Aufgabe der Unternehmenszentrale. Das entspricht den Annahmen gängiger Strategietheorien: Wer strategisch führt, ist hierarchisch übergeordnet und kann eindeutige Ziele formulieren. Im Gegensatz dazu sind in Nonprofit-Unternehmen die Zentralen den zu führenden Einheiten meist hierarchisch untergeordnet. Zudem müssen Zentralen von Nonprofit-Unternehmen zahlreichen, auch widersprüchlichen Anliegen gerecht werden. Das hat zur Folge: Wichtige Annahmen der Strategietheorien entsprechen in vielen Fällen nicht den Realitäten von Nonprofit-Unternehmen.
Die neue Theorie der «Organisationalen Moderation» zeigt auf, wie in Nonprofit-Unternehmen strategischer Wandel bewirkt werden kann. Zwei Aspekte charakterisieren diese Theorie:
1. Nicht die Zentrale realisiert Strategien, sondern die gesamte Organisation. Strategien werden nicht von der Organisation losgelöst formuliert, sondern in ihr gesucht: Zukunftsweisende Strategien «erkennt», wer zurückblickt, das Umfeld und alle organisationalen Hierarchieebenen in die Beobachtung einbezieht. Die organisationale Zukunft muss deshalb nicht mittels strategischer Planung hierarchisch durchgesetzt werden. Sie entsteht vielmehr aus einer historischen Entwicklung und an verschiedenen, hierarchisch unterschiedlich positionierten Orten. Solche «Orte» werden Transformationspotentiale genannt.
2. Wer Transformationspotentiale in ihrer Entfaltung wirksam unterstützt, muss zuvor keine eindeutigen Ziele formuliert haben. Insofern muss strategischer Wandel nicht im eigentlichen Sinn geführt werden. Transformationspotentiale entfalten sich vielmehr aus eigener Kraft und erzeugen dadurch strategischen Wandel - sie müssen aber die Gelegenheit dazu erhalten. Sie werden kreativ – auch Zufälle nutzend – moderiert, indem ihnen in zweifacher Hinsicht Raum zur Entfaltung geboten wird:
- Mit kommunikativen Management-Praktiken werden Widersprüche nicht aufgelöst, aber derart behandelt, dass sie strategischen Wandel nicht behindern können.
- Gleichzeitig achtet man darauf, strategischen Wandel in alltäglichen Handlungen erfahrbar zu machen.
Titel 16 / 31
