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Haupt stellt sich vor – Heidi Müller

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Wir fragen, unsere Mitarbeitenden antworten.

Heidi Müller berichtet über ihre Arbeit und was ihre Jungs damit zu tun haben.

Wie bist du zum Haupt Verlag gekommen?

Über eine Anzeige des Verlags – vor vielen Jahren. Damals arbeitete ich noch in der Buchhandlung Stauffacher, in welcher ich schon während meiner Studienzeit gearbeitet hatte. Ich wusste schon seit meinen beiden Verlagspraktika in Hamburg, dass ich gerne als Lektorin arbeiten wollte – und da flog mir diese Stelle zu.

Was sind deine Aufgaben im Haupt Verlag?

Meine Hauptaufgabe besteht in der Planung des Programmbereichs «Gestalten». Pro Jahr veröffentlichen wir etwa 20 neue Bücher in dieser Sparte. Etwa die Hälfte davon sind Eigenproduktionen, also Bücher, die wir mit deutschsprachigen Autorinnen oder manchmal auch Autoren entwickeln. Die andere Hälfte sind Lizenzen, das sind Bücher, die wir bei einem anderssprachigen Verlag einkaufen und als Übersetzung und angepasst an unseren Sprachraum herausbringen. Auf Buchmessen zum Beispiel kümmere ich mich um den Einkauf von Lizenzen; Eigenproduktionen hingegen entstehen meistens aus Buchideen, die uns unverlangt zugeschickt werden, oder aber wir suchen aktiv nach einer passenden Autorin, die für uns ein Buch zu einem Thema schreibt, das uns am Herzen liegt.

Manche Eigenproduktionen betreue ich von A bis Z, bei anderen werden Arbeiten wie das Korrektorat zum Beispiel ausgelagert.

Zur Lektoratsarbeit gehören bei uns außerdem so unterschiedliche Aufgaben wie das Kalkulieren von Projekten, die Bildrecherche, das Verfassen von Werbetexten, das Mitentwickeln von Umschlägen, oder das Vorstellen der neuen Bücher an der Vertretertagung.

Welches Programmfeld des Haupt Verlag spricht dich besonders an?

Da ich gerne nähe, machen mir die Bücher zum Thema Schneidern und Nähen großen Spaß, besonders, wenn sie noch mit Recycling verbunden sind. Aber ich mag auch unsere Holz- und Möbelbücher sehr gerne und auch die Werkbücher für Kinder sind mir wichtig. Bei einigen haben meine beiden Jungs mitgearbeitet, weil wir ja darauf achten, dass die Projekte in unseren Büchern auch wirklich von der Zielgruppe umgesetzt werden können. Zudem sehen die Objekte der Kinder meistens auch charmanter aus als die der Erwachsenen.

Welches Buch liegt derzeit auf deinem Nachttisch? 

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«Caribou Island» von David Vann. Leider habe ich es soeben fertig gelesen. Diese düstere, aber wunderbar kantig erzählte Geschichte hat ihren Schauplatz in Alaska – in der Wildnis der Wälder und der Gewässer. Sie handelt von Lebensentwürfen, die nicht aufgehen, auch von Kälte und Schmerz. Und dennoch war dieses Buch eine schöne Sommerlektüre, die mir nahe ging und bei der ich ob all der Tragik auch schmunzeln musste.

Was fasziniert dich an Büchern?

Sie sind gute Begleiter, die mir im besten Fall neue Ansichten, Wissen, Träume und vieles mehr eröffnen.

Was ist dein liebster kunsthandwerklicher Gegenstand?

Eine wunderbare Hängeleuchte aus Keramik, die bei einem befreundeten Töpfer gerade in Arbeit ist – sie sollte jeden Moment bei mir eintreffen …

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… und da ist sie.

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