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Die seitenlange To-read-Liste

DSC00609bearbeitetWährend des Studiums geht es allen Studenten gleich.Sie kommen einfach nie richtig zum Lesen. Sie lesen zwar die hochkomplexen wissenschaftlichen Texte und die Stapeln von Büchern für die Kurse und Seminare, ‒ jedenfalls die meisten und pflichtbewussten unter ihnen ‒ aber die weniger anspruchsvollen und unterhaltsameren Bücher bleiben auf dem Nachttisch liegen. Weil die Lust fehlt noch mehr zu lesen. Leider! Und so stapeln sich die Bücher auf den Nachttischen der Studenten.

Eine Ausnahme bildet vielleicht der Studiengang Germanistik, da darf man zuweilen auch unterhaltsame Literatur lesen, aber einen Kafka würde ich mir nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag auch nicht unbedingt zu Gemüte führen.

Diesen Fehler habe ich nur einmal gemacht.

Ich habe mir Kafkas „Der Prozess“ als Reclam-Ausgabe – weil so klein, leicht und handlich – als Leselektüre für eine Interrail-Reise eingepackt. Ein riesiger Fehler! Während meine Mitreisenden sich mit seichten Romanen unterhielten, hatte ich zehn Minuten am Stück durchgelesen und das Ganze irgendwie immer noch nicht verstanden. Ich habe es dann schlussendlich durchgehalten, aber ich werde nie mehr etwas anderes als leichte Lektüre auf Reisen mitnehmen.

Item.

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Die Studenten kommen während ihres Studiums nicht dazu die Bücher zu lesen, die sie eigentlich lesen möchten. Folglich stapeln sich nach dem Studium auf ihrem Nachttisch die Bücher und es ist Zeit eine To-read-Liste zu erstellen. Und die kann ganz schon lang werden! Deshalb ist es immer hilfreich, wenn man sich Zeiten zum Lesen einplant. Sonst baut sich der Stapel nie ab, weil natürlich immer wieder mehr neue Bücher dazukommen. Das versteht sich von selbst oder?

Und deshalb sollte man sich eigentlich an regnerischen, kalten Tagen in seiner Leseburg verkriechen, damit auf der Liste wieder ein Buchtitel mehr gestrichen werden kann.

In diesem Sinne ‒ ich verkriech mich mal!

 

P.S. Es folgen ein paar Buchtipps, die sich als leichte Lektüre eignen oder helfen, große Lesemengen zu bewältigen.

P.P.S. Welche drei Bücher stehen auf Ihrer To-read-Liste zuoberst? Mitmachen und einen Kommentar schreiben, hier im HauptMagazin oder auf Facebook.

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Ein Kommentar zu “Die seitenlange To-read-Liste

  1. Drei Autoren und Lesetipps von meiner aktuellen To-Read-Liste:
    Leonardo Padura: Jedes seiner Bücher lässt mich in das kubanische Lebensgefühl eintauchen. Schon der erste Band der in Havanna angesiedelten Krimi-Tetralogie „Ein perfektes Leben“ hat mir sehr gefallen, die anderen drei warten noch auf die Lektüre. Alle sind im Unions Verlag erschienen.
    Richard Ford, Frank, Hanser Verlag: Kann das amerikanische Alltagsleben eine spannende Lektüre bieten? Bei Richard Ford immer.
    Nick Baker, Fährten lesen und Spuren suchen, Haupt Verlag: Irgendwann muss der Schnee ja kommen… Dann jedenfalls erfreut mich die Spurensuche in der weißen Landschaft immer wieder.

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