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Some like it hot – Chili-Pfefferschoten

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Urban Gardening ist populär

So nutze ich jedes Jahr unseren Balkon für die Pflanzung von Kräutern und neben einer Wildrebe und einem kleinen Olivenbaum vor allem auch für die Aufzucht von Chili-Pfefferschoten.

Noch in der kalten Jahreszeit säe ich Chili-Pfeffer in Töpfe, die auf dem warmen, sonnigen Fenstersims stehen. Schon nach zwei Wochen sieht man das erste Grün und wenn die Setzlinge etwas grösser sind, verpflanze ich sie in andere Töpfe, zwei oder drei Pflanzen pro Topf.

Nun braucht es etwas Geduld, Wärme und Sonnenschein. Sobald es draußen warm genug ist, stelle ich die Töpfe – auch nachts – vor das Fenster und auf den Balkon. Schön ist es, wenn sich die ersten weißen Blüten zeigen. Erntezeit ist dann im Spätsommer/Herbst.

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Chilis lassen sich vielfältig verwenden:

Einerseits frisch geerntet als Beilage zu Spaghetti oder getrocknet und gemahlen für ein scharfes Chili con Carne und viele andere Gerichte. Auch einfrieren lassen sich die Pfefferschoten und schmecken nach dem Auftauen wie frisch geerntet. Einige der reifen und entkernten Schoten schneide ich in kleine Ringe und koche sie kurz in einem Sud aus 60% Wasser und 40% Essig auf. So kann ich sie in einem geschlossenem Glas im Kühlschrank konservieren.

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Warum ist Chili scharf?

Die Chilis sind je nach Sorte unterschiedlich scharf. Dafür verantwortlich ist der Stoff Capsaicin. Je mehr Capsaicin eine Chili enthält, umso schärfer ist sie. Der Scharfstoff Capsaicin sitzt vor allem in den Samen und den Innenwänden der Chilis. Der Stoff reizt dabei nicht die Geschmacksnerven auf der Zunge, sondern löst einen Schmerzreiz in den Schleimhäuten aus. Schärfe ist also kein Geschmack.

Die Schärfe dient vor allem als Schutz vor Freßfeinden wie Nager und Säugetiere. Die Vögel hingegen tragen zur gewünschten Verbreitung der Samen bei.

Wenn Chilipflanzen Sie begeistern können, sind Sie vermutlich auch an anderen Naturthemen interessiert.

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Ein Rezept für Chili con Carne aus saison.ch

Zutaten:

3 Tomaten
2 rote Peperoni
1 Zwiebel
2 EL Erdnussöl
600 g Rindshackfleisch
3 EL Tomatenpüree
1 TL zerstossene Chilischoten
2 TL mildes Paprikapulver
2 dl Rindsbouillon
1 Dose rote Bohnen à ca. 400 g
2 gedämpfte Maiskolben
Salz

Zubereitung:

Tomaten und Peperoni in Würfel schneiden, Zwiebel fein hacken. Öl in einer weiten Pfanne heiß werden lassen.

Hackfleisch bei mittlerer Hitze darin anbraten. Tomatenpüree, Peperoni und Zwiebel beigeben. Alles mit zerstoßenen Chilischoten und Paprika bestäuben.

Bei kleiner Hitze unter gelegentlichem Rühren ca. 2 Minuten dünsten. Tomaten beigeben, Bouillon dazugießen. Hackfleisch zugedeckt bei mittlerer Hitze ca.10 Minuten schmoren lassen.

Bohnen mit kaltem Wasser abspülen, abtropfen lassen und beigeben. Maiskörner vom Kolben schneiden, zum Hackfleisch geben.

10 Minuten weiterköcheln lassen. Mit Salz und Chiliflocken pikant abschmecken.

 

Wie entwickelt sich die Chili weiter? Fortsetzung folgt…

Dieser Beitrag wird als Serie weitergeführt.