Sie sind hier: / Magazin / Natur

Igelbabys im Garten

DSC_0965Als ich vor kurzem gemütlich in unserem Garten saß und las, raschelte es plötzlich unter dem Haselstrauch. Ich vermutete, dass sich ein Igel bemerkbar machte, den wir in letzter Zeit öfter gesehen hatten. Das Rascheln wurde immer lauter und siehe da: Es war nicht nur ein Igel, sondern eine ganze Familie! Vier kleine Igel erkundeten schnüffelnd die nächste Umgebung rund um ihr Versteck. Unterdessen trauen sie sich bereits weiter raus und wandern am Abend durch unseren Garten. So können wir sie wunderbar beobachten.
Auch die Mutter sehen wir regelmässig. Im Durchschnitt bringt ein Igel-Weibchen 4 bis 7 blinde und taube Jungen zur Welt, welche sie sechs Wochen lang tagsüber säugt. In der Nacht geht sie auf Nahrungssuche. Im Alter von drei bis vier Wochen verlassen die Jungen erstmals das Nest und machen selbstständige Ausflüge. (Quelle: Pro Igel)

DSC_0961Ein naturnaher Garten mit Hecken aus einheimischen Sträuchern, Blumenwiesen, Stein- und Asthaufen und einem gut zugänglichen Komposthaufen bietet den Igeln Nahrung und Verstecke. Wir haben in unserem Garten eine ganze Reihe von Asthaufen angelegt, die Igeln und anderen Tieren Unterschlupf bieten und so können wir immer wieder Igel bei uns beobachten – obwohl der Lebensraum eines Igels natürlich weit größer ist als unser Garten: Je nachdem beträgt das Streifgebiet eines Igels 30 ha oder mehr.

DSC_0963Weitere Informationen zur Biologie und dem Lebensraum der Igel, zu den Gefahren, die ihnen drohen oder was man tun soll, wenn man einen hilfsbedürftigen Igel findet, bieten zum Beispiel das Igelzentrum Zürich oder Pro Igel.

Buchcover    Buchcover