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Die Wildkatze ein stiller Rückeroberer

© wikicommons – Péter Csonka – http://www.csonkapeter.hu/

Raubtiere auf Rückeroberungszug: Bär, Wolf und Luchs sind in Mitteleuropa wieder anzutreffen, was in der Bevölkerung polarisiert und Debatten auslöst. Ganz ohne Medienresonanz haben die Bestände der Wildkatze zugenommen. Es hat Jahre gedauert, bis man dies überhaupt bemerkte.

 

Man sieht sie nie, sie lässt sich nicht eindeutig bestimmen und sie hinterlässt keine identifizierbaren Spuren. Es ist nicht einfach eine Wildkatze eindeutig zu identifizieren. Dies hängt nicht nur mit der äusserst diskreten Lebensweise dieses Raubtiers zusammen. Selbst wer das Glück hat, eine Wildkatze in der Natur zu beobachten, kann nie sicher sein, ob es tatsächlich eine ist. Es gibt Hauskatzen, deren Fell exakt gleich gefärbt und gemustert ist wie das Fell der Wildkatze. Und streunende Hauskatzen treiben sich überall herum, selbst mitten im Wald. Auch die Fährte im Schnee oder der Kot liefern keine sicheren Hinweise. Der Schädelindex – Schädellänge geteilt durch Hirnvolumen – ist das einzige verlässliche morphologische Unterscheidungsmerkmal, denn Wildkatzen haben ein grösseres Gehirn. Doch dieser Wert lässt sich nur beim toten Tier bestimmen. Und dennoch ist es möglich, Populationen der Wildkatze zu überwachen – in Anwendung von altem Volkswissen, molekulargenetischen Analyseverfahren und statistischen Methoden.

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