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Der Grünspecht – Vogel des Jahres 2014 in Deutschland

Grünspecht Hans-Jörg Hellwig

Ein farbenfroher Vogel – der Grünspecht.
Foto: Hans-Jörg Hellwig

 

Grün folgt auf Braun: Der Grünspecht (Picus viridis) löst die Bekassine ab und wird in Deutschland zum Vogel des Jahres 2014 erkürt. Während die Bekassine bei uns vom Aussterben bedroht ist, haben sich die Bestände des Grünspechts in Deutschland sogar erhöht. Mit der Wahl eines verbreiteten und nicht gefährdeten Vogels möchten der Naturschutzbund Deutschland NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern LBV, die den Vogel des Jahres in Deutschland wählen, für einmal eine positive Entwicklung ins Rampenlicht stellen.

Der Grünspecht lebt in halboffenen Landschaften, an Waldrändern, in Parks und großen Gärten – er braucht alte Bäume für seine Höhlen und … Ameisen. Von allen Spechtarten Europas hat er sich am stärksten auf Ameisen spezialisiert, die am Boden leben. Mit seiner langen, klebrigen Zunge (mehr als 10 cm lang!) zieht er die Ameisen aus ihren Gängen im Boden. Weil er sich auf der Nahrungssuche viel häufiger am Boden bewegt als die anderen Spechte, wird er auch «Erdspecht» genannt. Seine Spezialisierung hat allerdings auch einen Nachteil – lange Winter mit viel Schnee machen ihm zu schaffen.