Sie sind hier: / Magazin / Natur

Blüten und ihre Besucher

News-Blüten-Louise_Docker

© wikimedia – Louise Docker

Ist der Nektar in einer komplizierten Blütenform versteckt, benehmen sich Käfer im Vergleich zu Bienen oft unmanierlich. Solche Blüten sehen nach einem Käferbesuch mitgenommen aus. Gegen solche Grobiane weiß sich die Natur aber zu helfen.

 

 

So gibt es Käferblüten, Nachtfalterblüten, Tagfalterblüten, Bienenblüten, Hummelblüten und Fliegenblüten, die mit entsprechenden Lockstoffen und Navigationshilfen ausgerüstet sind. Ziel der Blumen ist in erster Linie die Bestäubungschance zu steigern.
Käferblüten  sind einfach und flach gebaut mit unkomplizierten Landemöglichkeiten. Der Pollen wird offen und leicht zugänglich angeboten wie bei Wiesenbärenklau oder Wiesenkerbel.
Nachtfalterblüten sind weiß, gelb oder blasspurpur. Oft wird in einem langen Sporn Nektar angeboten und die Blüten duften erst abends wie zum Beispiel bei der Nachtkerze oder beim Waldgeißblatt.
Tagfalterblüten sind blau, gelb oder rötlich und bieten eine ausgebreitete Krone als Landeplatz an. Im Vergleich zu den Nachtfalterblüten duften diese Blüten wie beispielsweise  der Wiesenbocksbart oder die Flockenblumen tagsüber.
Bienenblüten haben auffällige Farben mit für uns unsichtbaren Farbmalen im Ultraviolettbereich. Lippenförmige Blütenblätter dienen als Landemöglichkeit und angenehme Duftstoffe weisen den Weg zum versteckten Nektar.  Typische Arten sind:  Thymian, Aster, Lilie oder Glockenblume.
Hummelblüten sind ähnlich wie Bienenblüten, nur etwas größer und robuster gebaut.  Dazu gehören Akelei, Rittersporn, Löwenmäulchen, Eisenhut.
Fliegenblüten sind weißlich, grünlich oder rotbraun und haben einfache,  flache Formen. Viele Blüten verströmen einen für uns unangenehmen Duft. Der Nektar wird häufig offen und leicht zugänglich angeboten. Efeu, Schwarzer Holunder, Aronstab zählen zu dieser Kategorie.

Buchcover