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Bienenzeit – Gartenzeit

Foto: Bruce Marlin

Foto: Bruce Marlin

 

Sobald die ersten Blüten sich in der Frühlingssonne öffnen, summen auch schon die ersten Bienen herum. Diesen freundlichen und hilfreichen Gartenbesuchern kann und soll geholfen werden – mit allerlei Nisthilfen, aber auch mit dem Pflanzen der richtigen Blütenpflanzen.

Die Wildbiene des Jahres 2014 ist die Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum). Sie sieht fast aus wie eine Wespe und gehört in Siedlungsgebieten zu den häufigeren Wildbienen. Sie heißt Wollbiene, weil sie ihr Nest mit Pflanzenhaaren baut: sie formt aus diesen Haaren kleine Wollkugeln, die sie in ihr Nest – meist ein vorhandener Hohlraum – transportiert. Nach der Eiablage deponiert sie in der Brutzelle etwas Proviant für den Nachwuchs und verschließt die Brutzelle mit Erdbröckchen, Steinchen und/oder Pflanzenwolle. Die Garten-Wollbiene besucht nur Schmetterlingsblütler, Lippenblütler und gewisse Rachenblütler. Sie können diese Wildbiene also mit dem Stehenlassen von Klee-Arten, dem Anpflanzen von Besenginster, Platterbse, Kriechendem Günsel, Ysop, Lavendel und Zitronen-Melisse unterstützen. Übrigens – die Männchen der Garten-Wollbiene verteidigen «ihre» Blüten gegen andere Insekten.

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