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Beifuß-Ambrosia auf Vormarsch

wikocommons- brunga

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Ambrosia heißt Speise der Götter. Der griechischen Mythologie nach verleiht ihr Genuss Unsterblichkeit. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Bereits wenige Pollenkörner der aus Nordamerika stammenden Beifuß-Ambrosia können eine Allergie mit Heuschnupfen und häufig auch schweres Asthma auslösen.

Durch die späte Blütezeit der Pflanze, August bis Oktober, kann sich die Leidenszeit von Pollenallergikern bis in den Herbst verlängern. Beifuß-Ambrosia gehört zu den invasiven Neophyten. Als Neophyten bezeichnet man gebietsfremde Pflanzenarten, die erst nach der Entdeckung Amerikas bei uns eingeführt wurden. Begünstigt durch den Klimawandel einerseits, andererseits jedoch wegen menschlicher Unachtsamkeit hat sich die Ambrosia sehr stark ausgebreitet.

Invasive Neophyten, wie Beifuß-Ambrosia, Goldrute, Riesenbärenklau oder japanische Knöterich sind nicht nur ein Problem für die Gesundheit von Menschen und Tieren. Indem sie heimische Arten verdrängen, bedrohen sie die biologische Vielfalt. Es wird deshalb von den entsprechenden Bundesämtern geraten, Beifuß-Ambrosia zu bekämpfen. Hierzu das Unkraut vor der Blütezeit samt Wurzel ausreißen und mit dem Müll entsorgen. (Auf keinen Fall in den Kompost werfen). Am besten trägt man Handschuhe sowie eine Maske gegen Feinstaub. Allergiker sollten die Pflanze nicht selber beseitigen.

Weitere informative Beiträge, Videos und Tonspuren finden Sie auf: www.naturerleben.net

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