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HauptPartnerin: Jutta Orth, freie Lektorin

Mit diesen Menschen arbeiten wir zusammen, es sind unsere HauptPartnerinnen und –Partner: In loser Reihenfolge stellen wir im Magazin Menschen vor, die für den Haupt Verlag in Agenturen, Vertriebskooperationen, Grafikbüros usw. tätig sind. Heute richten wir unsere Fragen an Jutta Orth, freiberufliche Lektorin.

In welchem Unternehmen arbeiten Sie und welche Arbeiten übernehmen Sie für den Haupt Verlag?

Ich arbeite als freiberufliche Lektorin für Haupt – bislang vor allem in den Bereichen «Textildesign/Mode» und «Druck/Papier».

Seit wann arbeiten Sie mit dem Haupt-Team zusammen? Und mit wem haben Sie dort vor allem zu tun?

Seit ca. drei Jahren, der Kontakt bestand aber schon länger. Es hat eine Weile gedauert, bis der Termin für eine erste Zusammenarbeit passte, und schon das erste Projekt hat mir richtig gut gefallen: Kinderkleidung im japanischen Stil – ein wunderschön fotografiertes Buch mit schlichten, peppigen Nähprojekten. Meine Hauptansprechpartnerinnen sind Frau Annen und Frau Müller, mit denen ich immer gerne zusammenarbeite.

Jutta Orth

Jutta Orth gemeinsam mit der selbstgebastelten Bürogiraffe Vroni

Was war Ihr tollstes Erlebnis mit Haupt – von Positivem bis Pleiten, Pech und Pannen?

Nach einem anstrengenden Tag auf der Frankfurter Buchmesse war ich zur Happy Hour bei Haupt geladen – und wurde mit eisgekühltem Weißwein und Schweizer Bergkäse bewirtet. Normalerweise bekommt man auf der Messe entweder Kaffee oder lauwarmen Sekt und ein paar Kekse. Als ich erfuhr, dass die Verlagsmitarbeiter extra Kühltaschen mit auf die Messe geschleppt hatten, war ich sehr beeindruckt.

Richtiges Kopfzerbrechen bereitete mir die Bearbeitung einer Nähanleitung für ein Wendetop. Da wurde gerollt, gewickelt und gezogen, was das Zeug hält, doch wie aus den ineinandergestopften Einzelteilen ein Kleidungsstück entstehen sollte, blieb mir bis zum Abgabetermin ein Rätsel. Aus dem Verlag kam dann die tröstliche Nachricht, dass ich mit meinem Problem nicht alleine dastand. Schließlich wurde eine Schneiderin beauftragt, das Top nachzunähen und die Anleitung zu korrigieren – und siehe da, es klappte.

Haben Sie ein persönliches Lieblingsbuch im Programm des Haupt Verlags?

In das Künstleranatomiebuch von Sándor Dóró kann ich mich stundenlang vertiefen – nicht nur, weil ich selbst künstlerisch tätig bin, sondern auch, weil das Buch so exzellent gemacht und so schön gestaltet ist. Die menschliche Anatomie ist so komplex und lehrreich, dass mir die Beschäftigung damit nie langweilig wird.

Auch die Papier-Objekte aus alten Büchern haben mich sehr inspiriert. Ich kann aussortierte Bücher einfach nicht wegwerfen, und in Antiquariaten wird man sie meistens nicht los. Schon bei der Textredaktion hatte ich mir vorgenommen, das ein oder andere Objekt mal nachzubasteln. Gesagt, getan. Vor allem die Faltobjekte und die Himmelis (ein Wort, das ich – pardon – zuerst für Schwiizerdütsch hielt) wirken regelrecht spektakulär. Inzwischen weiß ich, dass Himmelis ursprünglich aus Finnland und Schweden kommen und die zugrunde liegende Technik sogar in die Werke von Bildhauern einfließt.

Was wollten Sie dem Haupt-Team immer schon mal sagen?

Bitte publiziert weiter Bücher über Hühner oder Kunstwerke aus Schrott, kurz: Themen, die in keinem anderen Verlag ein Zuhause finden. Bleibt eurem Anspruch treu, künstlerische Inhalte auch künstlerisch zu gestalten und in Büchern mehr zu sehen als eine Ansammlung bedruckter Blätter. Setzt auch in Zukunft auf Qualität statt auf Massenware – damit die Buchkunst nicht ausstirbt.

 

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