Frischknecht, Tom

"Kultureller Rabatt"

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Überlegungen zu Strafausschluss und Strafermässigung bei kultureller Differenz

ISBN: 978-3-258-07433-7

Schweizerische kriminologische Untersuchungen 16
1. Auflage 2009
XX + 409 Seiten,
kartoniert, 15.5 x 22.5 cm, 669 g
Haupt Verlag
CHF 72.00 (UVP) / EUR 72.00 (D) / EUR 74.10 (A)

Die globale Zunahme von Migrationsbewegungen führt vermehrt zum Aufeinandertreffen von Menschen, die in unterschiedlichsten Kulturen sozialisiert wurden und deren Wertvorstellungen folglich voneinander abweichen können. Das Strafrecht sieht sich dabei verschiedentlich mit der Frage konfrontiert, inwiefern es den fremden kulturellen Hintergrund einer beschuldigten Person berücksichtigen soll. Sind dabei vom Einzelnen Anpassungsleistungen zu erwarten oder ist Integration eine Bringschuld der Gesellschaft?
In seiner Studie zeigt Tom Frischknecht anhand forensischer Beispiele systematisch auf, in welchen Bereichen des Strafrechts kulturelle Differenzen zu beachten sind. Der fremdkulturelle Hintergrund eines Beschuldigten kann dabei zu einem Strafausschluss führen oder als Faktor der Strafzumessung von Bedeutung sein. Dies wird anhand der dogmatischen Voraussetzungen individueller strafrechtlicher Verantwortlichkeit und unter Rückgriff auf den Strafzweck der positiven Generalprävention eingehend begründet und erläutert. Als Bezugspunkt dient unter anderem das Rechtsinstitut der «cultural defense», das vorwiegend in den USA entwickelt wurde und als beispielhafter Versuch gilt, Kulturfremdheit im Recht angemessen Rechnung zu tragen.

«Der angenehme Stil, die vielen Beispiel und die ausführliche Beschreibung straftheoretischer Grundlagen machen die Arbeit zu einer spannenden und gleichzeitig kurzweiligen Lektüre für alle an Strafrecht und Kriminologie Interessierten.»
Socialnet.de, September 2011

«Aus Sicht der Sozialen Arbeit gelingt es dem Autor, differenziert und mit beeindruckender Akribie zu argumentieren. Die Dissertation schafft es nicht nur nüchterne juristische Methodik mit anschaulichen Fallbeispielen ausführlich aufzubereiten, sondern die strukturellen kriminalpolitischen Theorien sowie relevante ethnologische Überlegungen und migrationsspezifische Aspekte in einem integrierten Zusammenhang darzustellen.»
Infostelle, März 2009

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