Schwander, Marianne

Das Opfer im Strafrecht

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Grundlagen, Häusliche Gewalt, Zwangsheirat, Prostitution, Menschenhandel, Pornografie, Knabenbeschneidung, Weibliche Genitalverstümmelung

ISBN: 978-3-258-07933-2

2., überarbeitete und erweiterte Auflage 2015
399 Seiten,
gebunden, 15,5 x 22,5 cm, 761 g
Haupt Verlag
CHF 59.00 (UVP) / EUR 59.00 (D) / EUR 60.70 (A)

«Das Opfer im Strafrecht» ist eines der ersten Bücher auf dem Schweizer Markt, welches sich in umfassender Weise mit Fragen des Opfers befasst. In einem ersten Teil werden aus einem rechtlichen, psychologischen und gesellschaftspolitischen Blickwinkel Fragen zur Stellung des aktuellen und potenziellen Opfers im Strafrecht und Strafprozessrecht, in der Kriminologie und Viktimologie sowie in der Kriminalpolitik erörtert. Neben der Analyse steht die Diskussion weiterführender Gedanken, insbesondere das Interesse von aktuellen Opfern nach einer Unrechtsfeststellung, deren Umsetzung im Recht und das Interesse von potenziellen Opfern nach repressiverem Strafrecht.

In einem zweiten Teil werden spezifische Straftatbestände untersucht. Denn empirische Befunde belegen, dass insbesondere Opfer von Häuslicher Gewalt, Zwangsheirat, Prostitution, Menschenhandel und Pornografie, Tätige in der Prostitution oder Pornografie, aber auch Mädchen und Frauen, die von Genitalverstümmelung betroffen sind, erheblichen physischen, sexuellen und psychischen Gefährdungen ausgesetzt sind und nicht selten aus besonders vulnerablen Gruppen kommen. Aus rechtlicher, auch grundrechtlicher, psychologischer sowie politischer Sicht ist diesen problematischen Implikationen entgegenzutreten.

Es ist daher die Frage zu beantworten, ob das schweizerische Täter- bzw. Täterinnenstrafrecht der jeweilig spezifischen Opfergruppe gerecht werden kann. Zudem stellt sich die Frage, ob Strafrecht überhaupt die richtige Antwort auf diese spezifischen Opferkonstellationen ist. Vor diesem Hintergrund ist u.a. die Frage zu beantworten, welche Normen ein schweizerisches Prostitutionsgesetz beinhalten müsste.

«Das grundlegende und weit ausgestaltete Werk liest sich kurzweilig und imponiert durch seine knappe aber präzise Sprache. Anhand seines Gehalts richtet es sich gleichermassen an Praktiker wie Opferberatungsstellen und Sozialarbeitende, an die Strafbehörden, an Rechtsanwälte wie auch an das akademische Publikum.»
Jusletter

Marianne Schwander
Marianne Schwander, Dr. iur., dipl. klinische Heilpädagogin. Seit 2005 Dozentin für Recht und Politik an der Berner Fachhochschule sowie Lehrbeauftragte der Universität Bern, Departement für Strafrecht und Kriminologie. Thematische Schwerpunkte im Recht allgemein, Strafrecht und Kriminologie/Viktimologie sowie in den Bereichen Gewalt und Gender.

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