Eckhart, Michael / Haeberlin, Urs / Sahli Lozano, Caroline / Blanc, Philippe

Langzeitwirkungen der schulischen Integration

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Eine empirische Studie zur Bedeutung von Integrationserfahrungen in der Schulzeit für die soziale und berufliche Situation im jungen Erwachsenenalter

ISBN: 978-3-258-07704-8

Beiträge zur Heil- und Sonderpädagogik 33
1. Auflage 2011
121 Seiten, 30 Tab., 12 Abb.
kartoniert, 15,5 x 22,5 cm, 214 g
Haupt Verlag
CHF 34.00 (UVP) / EUR 34.00 (D) / EUR 35.00 (A)

Verbessert schulische Integration von «Lernbehinderten» deren spätere berufliche und soziale Situation? Die vorliegende Langzeitstudie gibt eindeutige Antworten auf diese Frage. Personen mit Schulschwächen und mit Migrationshintergrund sind ab ihrem zweiten Grundschuljahr bis ins junge Erwachsenenalter untersucht worden. Was bisher Vermutung war, ist durch diese aufwändige Studie eindeutig belegt: Die Separation von schulschwachen und sozial benachteiligten Kindern in Sonder­schulen für Lernbehinderte verschlechtert deren Chancen zur beruflichen und sozialen ­Integration im Erwachsenenalter. Die Forschungsergebnisse lassen bildungs- und sozial­politische Schlussfolgerungen zu: Das aktuelle Postulat der Chancengerechtigkeit für alle setzt unter anderem die Abschaffung der Sonderklassen/-schulen für Lern­behinderte voraus. Die Forscher warnen jedoch vor weitergehenden Schluss­folgerungen. Die Realisierung von mehr Chancengerechtigkeit beim Zugang zu Bildung und ­Berufswelt ist keine Annäherung an das Ideal des verständnisvollen Zusammenlebens von beruflich Erfolgreichen und Erfolglosen. Diesem Ideal stehen weiterhin zentrale Merkmale unseres tradierten Kultur- und Bildungsbegriffs im Weg: Leistungsstärke, Erfolg und Streben nach gesellschaftlichem Prestige. Die diesem Ideal angemessenen pädagogisch-ethischen Forschungsfragen warten weiterhin auf Bearbeitung.

«Eine methodisch sorgfältige und empirisch gehaltvolle Studie, die wichtige aktuelle Probleme aufgreift und zum kritischen Nachdenken anregt.»
VHN, 2/2012

Michael Eckhart
Michael Eckhart, Dr. phil., ist Dozent an der Pädagogischen Hochschule Bern und Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Freiburg (Schweiz) im Nationalfondsprojekt «Die Bedeutung von schulischer Integration für die soziale und berufliche Situation im frühen Erwachsenenalter» (Laufzeit 2007-10). Aus einem vorherigen Forschungsprojekt ist sein Buch «Anerkennung und Ablehnung in Schulklassen» hervorgegangen.

Urs Haeberlin
Urs Haeberlin, Prof. Dr. phil., Jahrgang 1937, ist emeritierter Ordentlicher Professor für Heilpädagogik an der Universität Freiburg (Schweiz). Er war und ist Leiter verschiedener Nationalfondsprojekte zu Integrationsfragen sowie Autor
zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen, so auch des bekannten UTB-Lehrbuchs «Grundlagen der Heilpädagogik».

Caroline Sahli Lozano
Caroline Sahli, lic. phil., Dipl. Schulische Heilpädagogin, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Dozentin in der Abt.
Schulische Heilpädagogik am Heilpädagogischen Institut der Universität Freiburg/Schweiz.

Philippe Blanc

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