Gruntz-Stoll, Johannes

Erzählte Behinderung

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Grundlagen und Beispiele narrativer Heilpädagogik

ISBN: 978-3-258-07663-8

Lernen ermöglichen - Entwicklung fördern / Basler Beiträge zur Speziellen Pädagogik und Psychologie 6
1. Auflage 2012
204 Seiten, 1 Abb., 25 Diagr., 8 Tab.
kartoniert, 15.5 x 22.5 cm, 344 g
Haupt Verlag
CHF 39.00 (UVP) / EUR 39.00 (D) / EUR 40.10 (A)

Im Grenzbereich zwischen Literatur und Wissenschaft ist das Konzept einer narrativen Heilpädagogik angesiedelt: Während es in der Heil- und Sonderpädagogik um Praxis und Theorie von Bildung und Erziehung unter erschwerten Bedingungen geht, schildern literarische Texte erzählter Behinderung Erfahrungen von Personen mit besonderen Bedürfnissen. Das Zusammenleben von Betroffenen und ihren Angehörigen, von Beteiligten und Aussenstehenden, von Bezugs- und Fachpersonen ist charakterisiert durch Vielfalt wie durch Einmaligkeit und entzieht sich verallgemeinernden Aussagen, wie sie für wissenschaftliche Texte charakteristisch sind - literarische Texte vermitteln im Gegensatz dazu individuelle Erfahrungen von Personen in ihrer Komplexität, stellen sie in einen Erzählkontext und gewinnen dadurch Authentizität und Differenziertheit. Erzählte Behinderung erschliesst Lebenssituationen von Menschen mit Behinderung - Grundlagen und Beispiele dazu vermittelt die einführende Darstellung narrativer Heilpädagogik.

«Gruntz-Stolls Buch ist ein Musterbuch der «narrativen Heilpädagogik».»
NZZ, 2.2.2012

«Es ist eindrücklich zu erleben, mit welcher Weite und gleichzeitig Tiefe Johannes Gruntz-Stoll aufzeigen kann, wie sich das Verständnis für einen anderen, für einen Menschen mit Behinderung, anhand von Erzählungen vertiefen kann.»
Seelenpflege in Heilpädagogik und Sozialtherapie, 4/2013

Johannes Gruntz-Stoll
Johannes Gruntz-Stoll, Prof. Dr. phil., geboren 1952, ist in Basel aufgewachsen. Nach mehrjähriger Lehrtätigkeit im Appenzell-Ausserrhodischen hat er in Bern und Tübingen Pädagogik, Pädagogische Psychologie, Philosophie und Ethnologie studiert. 1986 Doktorat in Bern mit einer Studie über ‚Sozialisationsprozesse in Kindergruppen‘ - 2000 Habilitation in Innsbruck mit einer Arbeit über ‚Pädagogische Antinomien und Paradoxe Anthropologie‘. Seit 1984 ist er in der Aus- und Weiterbildung von Lehrpersonen tätig – zunächst als Seminarlehrer, seit 1987 als Praxisberater und Dozent für Sonderpädagogik und von 2002 bis 2008 als Leiter des Instituts Spezielle Pädagogik und Psychologie (ISP) der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Er ist Vater von vier erwachsenen Kindern und lebt in Basel.

Buchveröffentlichungen unter anderem über Erziehung, Unterricht und Literatur – „Schullandschaften“ (1988), „Kinder erziehen Kinder“ (1989), und „Tafeln klappern, Griffel kreischen“ (2008) – gemeinsam mit Edmund Steiner, zur Sonderpädagogik – „verwahrlost, beziehungsgestört, verhaltensoriginell“ (2006) und „Lösungs-, ressourcen- und systemorientierte Heilpädagogik“ (2008) – gemeinsam mit Elsbeth Zurfluh, sowie über „Georg Paulmichls Weg zum Wort“ unter dem Titel „Ich habe Glück gehabt, dass es mich gibt“ (2010) und zuletzt über „Grundlagen und Beispiele narrativer Heilpädagogik“ mit dem Titel „Erzählte Behinderung“ (2012).

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